In Mülheim entsteht ein neues Quartier mit Arbeitsplätzen und Wohnen

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In Mülheim entsteht ein neues Quartier mit Arbeitsplätzen und Wohnen

Ein Bericht von unserem SPD Stadtrat Michael Frenzel:

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Bild: Privat

Am 11.12.2015 lief die dritte und abschließende Veranstaltung des Werkstattverfahrens Güterbahnhof Mülheim.

Stefan Schmitz, Lill+Sparda und stellten als erste vor. (Bilder 1-4) Der Vertreter von Synergon Jörg Beste ist unser Kollege im Stadtentwicklungsauschuss auf Vorschlag von B90GRÜNE. Stefan Schmitz dürfte den meisten Mülheimern sowieso bekannt sein. Er ist der Architekt des Wiener Platzes. Das Team macht den Vorschlag, an der Keupstraße den „Birlikteplatz“ neu zu schaffen. Auf dem Platz könnte auch das Denkmal für die Opfer des Terroranschlages entstehen, und am nördlichen Platzrand das Hotel. Im nördlichen Bereich kann aufgrund des Gewerbelärms kein Wohnen entstehen. Entlang der Schanzenstraße soll eine durchgehend siebengeschossige Bebauung in vier großen Baublöcken entstehen.

Lin Architekten & Topotek entwirft Raumsequenzen mit bis zu 60 Meter hohen Bürotürmen und einer hohen Durchlässigkeit. (Bild 5-6) Aus meiner Sicht etwas zu beliebig für diesen Raum. Und der Industrielärm wird durch die Zeilenbauformen in das Gebiet geleitet und zur Wohnbebauung auf der anderen Seite der Markgrafenstraße.

Kempe Thill aus Rotterdam nennt seinen gegenüber der letzten Runde komplett veränderten Entwurf „Gründerzeit 2.0“. (Bild 7-8) Die Blockrandbebauung ist neutral und flexibel, allerdings scheinen die industriell seriellen System-Fassaden sehr monoton auf die große Länge der Schanzenstraße. Der Entwurf mischt jetzt die Platzsituation von RKW und Schmitz. Es entsteht dadurch ein sehr langgestreckter Raum, dem aber irgendwie die klaren Platzkanten zu fehlen scheinen. Er bezeichnet es selbst als „erweiterter Straßenraum“. An der Markgrafenstraße wurde versucht, mit der Straßenbahn in der Mitte eine sehr breite Straße mit drei Fahrspuren zuzüglich Parkspuren zu entwerfen, die aufgrund der Topographie auch noch auf zwei Ebenen angeordnet sind. Das Ganze wird als Boulevard bezeichnet. Mich erinnert die geplante Situation eher an den Pfälzischen Ring.

Die Idee des Düsseldorfer Büros RKW (Bild 9-15) ist ein lebendiges gemischtes Quartier mit einem großen Quartiersplatz im Zentrum. Er öffnet sich zum Carlswerk und damit dem Schauspiel, und vermittelt so zwischen der Rauheit des Industrieareals und der Kleinteiligkeit des Viertels an der Berliner Straße sowie der Keupstraße. Die Höhe der Raumkanten ist abwechslungsreich und orientiert sich am Bestand. Der Platz ist auch groß genug, um für das Birlikte Fest zusätzlich zur Keupstraße einen weiteren attraktiven Veranstaltungsort zu bieten. Neben weit über 1.000 Arbeitsplätzen und einem Hotel können zwischen 200 und 250 Wohnungen entstehen, vornehmlich im Süden des Plangebietes.

Bilder: Michael Frenzel

Gründerzeit 2.0

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