RRX muss in Mülheim anhalten!

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„Martin Börschel kritisiert Entwurf des Bundesverkehrswegeplans

Der Entwurf des neuen Bundesverkehrwegeplans von Bundesverkehrsminister 10153967_599213176830231_1992538824_nAlexander Dobrindt (CSU) sieht keinen Haltepunkt des Rhein-Ruhr-Express (RRX) am Bahnhof Köln-Mülheim vor. Dies führt zu großer Kritik des Mülheimer Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Martin Börschel: „Ein Halt des RRX in Mülheim ist von großer Bedeutung – für den Stadtbezirk Mülheim wie auch für ganz Köln und Umgebung. Es ist nicht hinnehmbar, dass hier tausende Pendlerinnen und Pendler vom Regionalverkehr abgeschnitten werden sollen. Der Bahnhof Mülheim ist ein bedeutender Umsteigebahnhof. Er ist über drei Stadtbahn- und zwei S-Bahn-Linien aus großen Teilen der Stadt ausgezeichnet angebunden. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum dieses Potential nicht genutzt werden soll.“

Der Rhein-Ruhr-Express wird die bisherigen Regionalexpresslinien zwischen Köln und Dortmund ersetzen und hier zu einer engeren Taktung führen. Börschel fährt fort: „Selbstverständlich begrüßen wir, dass der Zugverkehr an Rhein und Ruhr durch den RRX attraktiver wird. Aber warum muss dies auf Kosten eines für die Region so wichtigen Verkehrsknotenpunkts geschehen? So wird der RRX für viele Menschen deutlich schwerer zu erreichen sein. Es steht – entgegen der ursprünglichen Intention – zu befürchten, dass sich zusätzlicher Verkehr aufs Auto und damit auf die ohnehin schon stark belasteten Autobahnen A1 und A3 verlagern wird. Auch auf den Hauptbahnhof und den Bahnhof Deutz kämen erhebliche Zusatzbelastungen zu. Hier müssen wir entgegen wirken: Der RRX muss regelmäßig in Köln-Mülheim halten.“

Quelle : kölnSPD

Karl Lauterbach fordert: Der RRX muss in Köln-Mülheim halten!lauterbach_karl

Zu der Entscheidung den geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX) nicht in Köln-Mülheim halten zu lassen erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete für Köln-Mülheim/Leverkusen Prof. Karl Lauterbach: „Die Position des Bundes, den Haltepunkt Köln-Mülheim auszulassen, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar und falsch. Ein so dynamisch wachsender Stadtbezirk wie Köln-Mülheim muss an den Regionalverkehr angebunden bleiben.“ Davon würden neben Köln auch die umliegenden Gemeinden und Kommunen profitieren, für deren Bürgerinnen und Bürger der Halt in Mülheim ebenfalls ein Mobilitätsschwerpunkt ist und dies auch bleiben soll.

Weiter erklärt Prof. Lauterbach: „Auch wenn es positiv ist, dass der Halt in Köln-Mülheim bis 2030 vorerst gesichert ist, werde ich mich trotz der parlamentarischen Somerpause unverzüglich beim Bund dafür einsetzen, dass der Haltepunkt Köln-Mülheim doch noch Berücksichtigung findet. Es darf nicht sein, dass der Stadtteil mit der höchsten Feinstaubbelastung in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) seinen Anschluss an den Regionalverkehr verliert. Wie man am permanenten Stau auf der Mülheimer Brücke und auf der Bergisch Gladbacher Straße sieht, sind die Straßen und Brücken bereits heute derart voll, dass deswegen jede denkbare Entlastung durch den Schienenverkehr auch realisiert werden muss.“

Nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Verlauf des Verfahrens verlangen Kritik. Die Ergebnisse einer vom Rat der Stadt Köln für rund 150.000 € beauftragten Machbarkeitsstudie werden gar nicht erst abgewartet. Der entsprechende Auftrag für diese Studie ist zwar bereits vergeben, doch die damit erhofften Erkenntnisse können nun keinen Beitrag mehr zur Entscheidungsfindung leisten.